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Aktuell / Kurz Notiert
Pressemitteilung
| Im Namen der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen/IRH gratuliere ich
Joachim Gauck herzlich zu seiner Wahl zum elften Bundespräsidenten der
Bundesrepublik Deutschland. Ich wünsche unserem neuen Bundespräsidenten in
seinem Amt viel Erfolg und Kraft.
Joachim Gauck hat sich vor allem als Bürgerrechtler für die Freiheit und
Gleichberechtigung der Menschen in der DDR unermüdlich eingesetzt. Deshalb bin
ich zuversichtlich, dass er sich als unser neuer Bundespräsident auch für die
Gleichberechtigung aller Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, unabhängig von
Herkunft und Religion, und den Zusammenhalt bzw. die Anerkennung und
Förderung unserer kulturellen Vielfalt und unserer pluralistischen Gesellschaft in
Deutschland einsetzen wird.
In diesem Sinne wünsche ich ihm Allahs Segen und Beistand. |
Konferenz Islamischer Landesverbände/KILV
| Wir Muslime sind Teil der kulturellen Vielfalt und der pluralistischen Gesellschaft in Deutschland. In diesem Sinne sehen wir uns und handeln als Mitbestimmer und Mitgestalter dieser kulturellen Vielfalt und der pluralistischen Gesellschaft. Deshalb wollen wir von den Mitgliedern der Mehrheitskultur und dem Staat nicht als Objekte, über die Entscheidungen getroffen und Beschlüsse gefasst werden,
wahrgenommen und behandelt werden. In diesem Zusammenhang lehnen wir als Mitglieder der "Konferenz der Islamischen Verbände" auch strikt ab, dass der Islam und die Muslime vom Bund und den Ländern ständig im Rahmen der Sicherheitspolitik und wir als islamische Verbände nur als
Sicherheitspartner behandelt werden.
Zum Schluss rufen wir den Bund und die Länder, die Mehrheitsgesellschaft, Migranten und Muslime sowie die Politik und Medien auf, die in dieser Studie herausgearbeiteten Daten sachgemäß zu
verstehen und wiederzugeben, die darin gegebenen Lösungsvorschläge zu beherzigen und somit ihren Beitrag zur Weiterentwicklung Deutschlands zu einem modernen, toleranten, weltoffenen und
attraktiven Land mit Vorbildwirkung zu leisten. |
Offener Brief an den deutschen Staat und die deutsche Öffentlichkeit
| Sehr geehrte Damen und Herren,
das ungehinderte und unbemerkte Treiben rechtsradikaler Gewalttäter im Unter- und Hintergrund mit seinen zahlreichen Opfern hat uns alle erschüttert. Dieses Ereignis wird neben dem peinlichen Versagen der Sicherheitsapparate als zutiefst einschneidender und schmerzhafter Skandal in die deutsche Geschichte eingehen. Der rechtsradikale Terror hat das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Staatsapparate erheblich zerstört. Der Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen hat, konnte den hasserfüllten Mord an unschuldigen Menschen mit einer anderen ethnischen Herkunft und Religion nicht verhindern. Verheerender wird diese Tat dadurch, dass sogar von einer möglichen Verstrickung der Sicherheitsapparate und Deckung der Täter die Rede ist. Durch Vorverurteilungen der Ermordeten bei Ermittlungen mit vermeintlicher Nähe zu kriminellen Machenschaften und Ausschluss von rechtsradikalem Hintergrund wurden nicht nur Opfer, sondern auch Ihre Familien zutiefst verletzt und verschmäht. Ein früheres Eingreifen der Sicherheitskräfte hätte zu vielen ungenutzten Gelegenheiten diese Morde verhindern können.
Die IRH gehört zu den Erstunterzeichner des offenen Briefs.
Der Offene Brief
Der Offene Brief mit Erstunterzeichnerliste |
Pressemitteilung
| "Keine beladene Seele trägt die Last einer anderen Seele." (Qur'an: 6, 164; 17, 15; 35, 18). Das
heißt: Kein Mensch trägt die Schuld eines anderen Menschen. Keiner darf für das Vergehen
Anderer verantwortlich gemacht werden! Dieser Vers gilt als Grundsatz der Gerechtigkeit und
bildet die Grundlage des gerechten Friedens in der Welt. Es gibt keinen ?gerechten Krieg?, in dem
ein einziger unschuldiger Mensch getötet wird. In diesem Sinne fordern wir die internationale
Staatengemeinschaft auf, sich für die Achtung dieses Gerechtigkeitsprinzips durch alle Staaten
einzusetzen. |
Gießener Anzeiger
Für ein friedlicheres Zusammenleben
Gießener Allgemeine
Terror hat keine Religion |
Gemeinsamer Iftar-Empfang in Gießen
| "Meine Damen und Herren,
der Terroranschlag in Norwegen im vergangenen Monat hat noch einmal und eindeutig gezeigt, dass der Terror keine Religion und keine Nationalität hat. Ich hoffe und wünsche, dass wir alle, nicht nur wir hier, sondern auch alle gesellschaftlichen und politischen Kreise in unserem Land, in Europa und der Welt, von diesem Terroranschlag und seinem islamfeindlichen Hintergrund die entsprechende und notwendige Lehre ziehen. Denn wir haben gesehen, wie die Polarisierung der Gesellschaft und das Schüren von Vorurteilen gegen eine Religionsgemeinschaft, hier gegen den Islam und die Muslime, extremistische Kräfte zu Gewalt und Terror verleiten können."
Videos vom Iftar-Empfang in der Gießener Buhara Moschee |
Pressemitteilung
| Mit diesen Unterstellungen verachtet er als verantwortlicher Minister für den Schutz der Verfassung einerseits die in der Verfassung verankerte Religionsfreiheit und andererseits beleidigt er Millionen Musliminnen in Deutschland und weltweit in ihrer Würde und als unmündige Menschen. Darüber hinaus greift er damit auch eine Weltreligion als solche an, die angeblich Frauen unterdrücke. Nicht das Kopftuch ist ein Symbol der Unterdrückung, sondern der Staat unterdrückt und diskriminiert die muslimischen Frauen wegen ihrer Religionsausübung mit seinem Kopftuchverbotsgesetz in Gesellschaft und Beruf. Der Innenminister Rhein ist gefordert, sich von seinen Äußerungen zu distanzieren und sich bei Muslimen öffentlich zu entschuldigen. |
Tag des Dialogs 2011
| Spitzenvertreter der Evangelischen Kirchen sowie der Islamischen Verbände in Hessen haben heute beim "Tag des Dialogs 2011" eine gemeinsame Erklärung zum Selbstverständnis von Religionsgemeinschaften in einer säkularisierten Gesellschaft unterzeichnet. Kernpunkte sind u.a. die Bejahung des weltanschaulich neutralen demokratischen Rechtsstaats, die Ablehnung jeder Form von religiösem und politischem Fundamentalismus sowie das Eintreten für Religionsfreiheit.
Herbert Quandt-Stiftung |
Kommentar
| Zum Schluss möchte ich inbesondere an junge Muslime bzw. meine jüngeren Geschwister in Deutschland appellieren:
Folgt und gehorcht keinem Menschen, keiner Autorität oder keiner religiösen Instanz blind! Im Islam ist sogar ein blinder Glaube nicht erwünscht. Hinterfragt diejenigen immer kritisch, was sie euch bieten und von euch verlangen! Das gilt auch für mich in meiner Funktion als Vorsitzender
einer Religionsgemeinschaft. Wir sind keine Propheten. Wir sind nicht unfehlbar und können bewusst oder unbewusst Fehler machen. Es kann unter Autoritäten und Instanzen jeder Art
sogar solche geben, die die Religion zu ihren persönlichen, machtpolitischen und wirtschaftlichen Zwecken missbrauchen. Lasst euch von niemandem dazu missbrauchen und instrumentalisieren! Nicht vergessen: Eine gute islamische Gemeinschaft braucht keine blind folgenden, sondern gut gebildete, mündige, selbstbewusste und verantwortungsvolle Muslime. |
Frankfurter Rundschau Online
Muslime gegen Totengebet für Bin Laden
FAZ.net (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Muslime gegen Totengebet für Bin Ladin in Frankfurt
Nassauische Neue Presse
Verwirrung um «Totengebet» für Bin Laden in Frankfurt
hr-online.de
Prediger rudert zurück
Islam-Demo statt Bin-Laden-Gebet |
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In eigener Sache
Wir sind umgezogen
Auf der Kontaktseite
sind unsere neue vorübergehende Postfach Adresse und Telefonnummern der Ansprechpartner zu finden.
Studienseminare
Risale-i Nur Dersleri (Türkisch und Deutsch)
* Aqida / Imaninhalte / Glaubenslehre des Islam / ALLAHs Attribute und Eigenschaften / Sinn der Schöpfung
* Islamische Gebote - Sinn und Zweck der Gebote
* Islamische Ethik- und Morallehre
- Jeden Montag um 19.30 Uhr in Gießen
- Jeden Freitag um 19.30 Uhr in Frankfurt
Studienleiter: Ramazan Kuruyüz, Vorsitzender der IRH
Für weitere Informationen: info@irh-info.de
Dienstleistungen
- Wissenschaftliche Beratung für Studien-, Diplom- und Doktorarbeit über Islam und Muslime
- Gastreferenten für Hochschulen über islamische Themen werden zur Verfügung gestellt
- Moscheebesuche für Schulen und Hochschulen werden organisiert
Für Anmeldungen und weitere Informationen: info@irh-info.de
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