Islamische Religionsgemeinschaft Hessen Mit dem Namen ALLAHs, Des Allgnade Erweisenden, Des Allgnädigen Bismillahir-Rahmanir-Rahim
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Wir wünschen allen Muslimen ein gesegnetes Opferfest
Der Fastenmonat Ramadan
GIESSEN - (pan). Gemeinsames Beten, Sprechen und Essen: In öffentlicher Sichtbarkeit haben die muslimischen Gemeinden der Stadt zusammen mit Gläubigen anderer Konfessionen und auch Nicht-Gläubigen beim Stadtiftar das Fasten gebrochen. Die Veranstaltung auf dem Kirchenplatz fand nun bereits zum siebten Mal statt. Am Ende bleibt ein Abend, der den interreligiösen und zwischenmenschlichen Dialog verkörpert und nach seinem Motto "Sichtbare Integration: Gemeinsam für Toleranz und Frieden" gegenseitige Akzeptanz nach außen trägt. Veranstaltet wurde das Ganze von der Islamischen Gemeinde Gießen (IGG), der Ditib- sowie Buhara-Moscheegemeinde und der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen.

Ausgehend von einer Begrüßung durch die Vertreter der Gemeinden wurde der Abend mit einer Koranrezitation auf Arabisch und anschließender Übersetzung ins Deutsche eingeleitet. Eine Gruppe Mädchen der Ditib-Gemeinde umrahmte den Abend außerdem mit Gesang auf Türkisch und später auch auf Deutsch. In den Redebeiträgen vonseiten der Stadt, der Parteien und der Evangelischen Kirche wurde von allen Sprechenden jener gegenseitige Dialog hochgehalten, den das Stadtiftar bezwecken will.

Pluralistische Gesellschaft

"Wir Muslime sind ein Teil der Gesellschaft in Gießen, Hessen und Deutschland, und nicht nur mit unserem Körper, auch mit unserem Geist, unserer Seele und unserer Identität", so Ramazan Kuruyüz, der viel Applaus für seine Worte bekam. In seinem Bekenntnis zur pluralistischen Gesellschaft, der Freiheit und dem Grundgesetz rief er genauso zu Solidarität mit Muslimen auf, um "den zahlreichen Diskreditierungsversuchen" zu begegnen. Vor allem aber sprach er sich gegen Hass und für Toleranz für alle aus. "Rassismus war und ist die größte und gefährlichste soziale Krankheit der Menschheit", so Kuruyüz. Wie er lobte auch Magistratsmitglied Astrid Eibelshäuser das friedliche Miteinander und den interreligiösen Dialog.

Gespräche auf Augenhöhe waren es auch, welche die Menschenmenge in unzähligen Sitzreihen einten. Beim Gang zwischen den Bänken waren die Freude und das Interesse der Menschen spürbar und auch hörbar. Nach Sonnenuntergang und dem Gebetsruf brachen alle gemeinsam das Fasten, bevor dann, aus Zeitgründen verschoben, zunächst individuell und dann gemeinsam gebetet wurde.

Das Essen hatten für alle kostenlos die Moscheegemeinden zur Verfügung gestellt. "Uns liegt sehr viel daran, dass die Menschen uns kennenlernen und lernen, wer wir wirklich sind", erklärte Dr. Halit Aydin, der die Buhara-Moschee vertritt. Serkan Görgülü von der Buhara-Moscheegemeinde schloss sich dem an und betonte, dass das Stadtiftar auch eine gute Gelegenheit sei, um über den Ramadan und den Islam im Allgemeinen zu sprechen. Vonseiten der drei Gießener Moscheegemeinden wurde das interne Fastenbrechen im Rahmen des Stadtiftars bewusst ausgesetzt, um den Dialog zu fördern. "Von den 150 Menschen, die in allen drei Gemeinden während des Ramadans täglich zu uns kommen, sind jeweils etwa 100 hier", so Görgülü. Die insgesamt erwarteten 1000 Gäste dürften ebenfalls vor Ort gewesen sein.

Doch was bedeutet Ramadan für Muslime eigentlich? "Wenn man fastet, dann macht man das für Gott. Man bedankt sich für etwas, das nicht selbstverständlich ist. Dann kann man die Zeit auch überstehen", erklärte Merve Tas. "Ich weiß, dass ich nach 17 Stunden wieder Essen und Trinken bekomme. An anderen Orten auf der Welt gibt es keine Gewissheit", so die 20-Jährige, die das Fasten in der Moschee bricht. Den Zeitraum danach bis Sonnenaufgang verbringt sie meist mit Freunden und geht auch erst dann schlafen. "Ich erledige dann zum Beispiel auch Sachen für die Uni, wozu ich tagsüber nicht gekommen bin", erzählt Tas.

"Weniger fluchen"

Ramadan sei für sie aber auch ein Monat, der zum Brechen mit schlechten Gewohnheiten genutzt werden könnte, etwa dem Rauchen. "Ich selbst versuche, weniger auf Türkisch zu fluchen." Am Stadtiftar findet sie schön, dass alle Menschen die Gelegenheit bekommen, zu erleben, was der islamische Glauben bedeutet und wie er praktiziert wird. "Wir sind genauso Menschen wie ihr", betonte Tas, die sich gegenseitige Achtung von allen wünscht. Ähnliches erzählte der ehemalige IGG-Vorsitzenden Diaa Rashid. "Ich finde, wichtig ist, dass wir in dieser Gesellschaft miteinander, nicht übereinander reden und füreinander einstehen statt gegeneinander", so Rashid.

Wir Muslime sind ein Teil der Gesellschaft in Gießen, Hessen und Deutschland, und nicht nur mit unserem Körper, auch mit unserem Geist, unserer Seele und unserer Identität. Für absurd, populistisch und gefährlich halte ich deshalb die Äußerungen vor allem von manchen Politikern in den Reihen der Volksparteien, dass Muslime zu Deutschland gehören, aber nicht der Islam. Damit versuchen sie Stimmen zu fangen und Stimmung zu machen. Dadurch polarisieren sie unsere Gesamtgesellschaft, schüren Islamfeindlichkeit und spielen den Rassisten und vor allem der AfD in die Hände. Verehrte Damen und Herren, der Islam ist ein entscheidender Teil der Identität von uns Muslimen. Deshalb sage ich in aller Deutlichkeit: Der Islam gehört zu Gießen! Der Islam gehört zu Hessen! Der Islam gehört zu Deutschland!
Pressemitteilung
Die IRH verurteilt das gestrige grausame Verbrechen der israelischen Regierung gegen Zivilisten im Gazastreifen und die Mitverantwortung der US-Regierung an diesem Verbrechen aufs Schärfste.
Pressemitteilung
Polizeiangaben zufolge handelt es sich bei dem gestrigen schrecklichen Ereignis auf dem Berliner Weihnachtsmarkt um einen gezielten Terroranschlag, bei dem zwölf Menschen getötet und fast fünfzig Menschen verletzt wurden. Wenn sich dieser Verdacht bewahrheitet, handelt es sich auch um einen Angriff auf unser friedliches Zusammenleben und auf unsere Gesamtgesellschaft.

Wir verurteilen diesen feigen und abscheulichen Terroranschlag auf das Schärfste. Wir sind zutiefst betroffen und in Gedanken und in unseren Gebeten bei den Hinterbliebenen und Verletzten. Wir sind mit den Opfern in tiefer Trauer verbunden.

"Was nützt es, einer traurigen Geschichte zu gedenken, wenn man aber nicht die richtige Lehre daraus für heute zieht? Was nützt es, ein Verbrechen in der Geschichte aus konfessionell-religiösen sowie machtpolitischen Motiven zu verurteilen, wenn man aber zu einem Verbrechen in der Gegenwart aus konfessionell-religiösen sowie machtpolitischen Motiven in der Welt bzw. in der islamischen Welt schweigt, sogar es billigt oder unterstützt? In aller Klarheit muss ich ausdrücken, dass wir als sunnitische und schiitische Muslime nicht glaubwürdig, nicht aufrichtig sein können und nicht islamisch handeln, solange wir das Unrecht und das Verbrechen durch Verbrecher in den Reihen der Sunniten gegen Schiiten oder das Unrecht und das Verbrechen durch Verbrecher in den Reihen der Schiiten gegen Sunniten in der heutigen Welt nicht gleichermaßen verachten und verurteilen sowie wenn wir uns dagegen nicht zusammen und nicht entschieden einsetzen."
Pressemitteilung
Heute ist der Aschura-Tag. Die Aschura, der zehnte Tag vom islamischen Monat Muharram, ist in der Geschichte der Menschheit als ein Tag, an dem bedeutende Geschehnisse passierten, bekannt. Der Aschura-Tag hat sowohl für die früheren Propheten und ihre Gemeinschaften als auch für die Muslime eine besondere Bedeutung. Vor allem und zugleich ist die Aschura ein trauriger Tag für uns Muslime, ob Sunniten, Schiiten oder Aleviten. In relativ jüngerer Geschichte fand an diesem Tag das Verbrechen in Kerbela/Irak im Jahre 680 n. Chr. statt. Dabei wurden der Enkelsohn des Propheten Muhammad (s.a.s.), Hz. Hussain ibn Ali, seine Familienmitglieder und Gefährten von der übermächtigen Armee des damaligen Kalifen Yazid ibn Muawiyah brutaler Weise massakriert.
Das Opferfest und die damit im Zusammenhang stehende Pilgerfahrt bzw. der Hadsch erinnern uns an den Propheten Abraham/Ibrahim, Friede sei mit ihm. Die Pilgerfahrt ist die Nachahmung Abrahams/Ibrahims, der nach islamischer Tradition mit seinem Sohn Ismail, Friede sei mit ihm, nach Mekka pilgerte und dort opferte. Muhammed, Gesandter Allahs, Friede sei mit ihm, hat dieses abrahamische Erbe übernommen. Jedes Jahr pilgern Millionen Muslime aus aller Welt nach Mekka. Die Pilgerfahrt ist eine der fünf Säulen des Islam. Das Opferfest bildet einen der Höhepunkte der Pilgerfahrt nach Mekka.

In der Geschichte Abrahams im Zusammenhang mit der Pilgerfahrt und dem Opfer finden wir neben ihrem Hauptaspekt "Gott vertrauen und Gott dienen" viele ethisch-moralischen Werte und wichtige Botschaften, die auch heute ihre universelle Gültigkeit haben. Dazu möchte ich kurz nur vier wichtige Aspekte hervorheben: soziale Verantwortung bzw. soziale Gerechtigkeit, die Ablehnung des Rassismus, außer dem Einen Gott keine Götter verehren und anbeten und das "Recht des Stärkeren" ist das größte Unrecht.

Pressemitteilung
Das Volk in der Türkei hat bei allen unterschiedlichen politischen Meinungen seine Einheit und seine unmissverständliche Position gegen den Putschversuch und für die Demokratie bewiesen und eine unvergessliche Geschichte in der Geschichte der Demokratie geschrieben. Deshalb sprechen wir dem ganzen Volk in der Türkei unsere Anerkennung und unseren Respekt aus. Vor allem sprechen wir allen mutigen Menschen und Sicherheitskräften, die während ihrem Aufstand gegen die Putschisten ihr Leben verloren haben oder verletzt wurden, unseren höchsten Respekt aus. Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei diesen mutigen Opfern, Verletzten und ihren Angehörigen. Zugleich hoffen und erwarten wir, dass alle Putschisten und ihre Unterstützer nach rechtsstaatlichen Mitteln ermittelt und verurteilt werden.
Basın Açıklaması
15. Temmuz 2016, Cuma akşamı, Türk Silahlı Kuvvetleri içindeki paralel yapı terör örgütü mensuplarının başlattığı darbe girişimini haber alır almaz, Almanya'daki birçok sivil toplum kuruluşunun da yaptığı gibi, sosyal medya üzerinden Hessen Eyaleti'ndeki vatandaşlarımızı mobilize ederek, T.C. Frankfurt Başkonsolosluğu önünde miting düzenledik. Gece geç saatlere kadar Frankfurt Başkonsolosluğu önünde yaklaşık 2500 vatandaşımızla birlikte düzenlediğimiz "Milli iradeye sahip çık" mitingimizde, tıpkı Türkiye çapında milletimizin darbe girişimine karşı cesur ve dik duruşu ve milli iradeye sahip çıkması gibi, bizler de Almanya'nın birçok şehrinden ve Frankfurt'tan, hiç tereddüt etmeden ve "Bekle, gör, ona göre hareket et" gibi kaypak anlayışlara tenezzül etmeden, darbeye karşı dik duruşumuzu ve milli iradeye sahip çıkısımızı tüm Almanya'ya ve dünyaya ilan ettik.
Dienstleistungen
- Wissenschaftliche Beratung für Studien-, Diplom- und Doktorarbeit über Islam und Muslime
- Gastreferenten für Hochschulen über islamische Themen werden zur Verfügung gestellt
- Moscheebesuche für Schulen und Hochschulen werden organisiert

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